Ullaalgier’s Weblog

Blog zum Multimediaführerschein

Archiv für Multimedia

Podcast!

Podcast – was ist das denn? Das war meine erste Reaktion, als ich mit Modul 3 im MMF 3 begann. Ganz langsam habe ich mich rangepirscht an dieses Thema – zuerst mal überhaupt ans Thema „Klimawandel“. Eine Unterrichtsskizze zum Thema zu erstellen war nicht so schwer, auch nicht, bei der Erarbeitung die in vorigen Modulen gelernten Techniken einzusetzen. Dazwischen eine Pause – Dienstreise! Dann aber war er unausweichlich, der Augenblick, in dem ich mich mit dem Podcast auseinandersetzen musste. Also habe ich zunächst einmal Reinhards erklärende Worte studiert – schien ja doch nicht so schwer zu sein, technisch! Da ich mich aber nicht als Texterin und Vorleserin sehe (dazu finde ich meine Stimme zu untrainiert), musste ich mir etwas einfallen lassen zur Form meines Podcasts. Und schon war die rettende Idee geboren: ich würde ganz einfach ein Interview aus „Von der Ostsee bis zum Bodensee“ in einen Podcast verwandeln. Dieses Hörmaterial habe ich mit zwei Kolleginnen am GI Bonn für Inter Nationes erstellt – das Interview mit Matthias zum Thema „Umweltschutz“ habe ich geführt und didaktisiert. Auch nach 10 Jahren finde ich das Material noch sehr brauchbar und setze es in Vertretungs- oder Team-Teaching-Stunden immer noch gerne ein. Allerdings finde ich die Wiedergab über Audio-Kassette nicht mehr wirklich zeitgemäß. Warum also nicht versuchen, ein Interview als Podcast aufzunehmen? Und es hat geklappt! Ganz sicher werde ich in Zukunft auch noch andere der Interviews in Podcasts verwandeln, dazu die Arbeitsblätter fürs Web neu gestalten – fertig ist attraktives Hörmaterial für den Goethe-Diwan! Wenn ich es nicht schon lange gemerkt hätte, jetzt wäre es nicht mehr zu übersehen (bzw. zu überhören!): der MMF ist einfach Spitze!

Spielfilme im Unterricht

Was fällt mir denn zu diesem Thema ein?? Zunächst habe ich mal im MMF-Forum „Film“ gelesen, was die Kolleginnen und Kollegen zu Einsatz und Didaktisierung von Spielfilmen geschrieben haben. Hat meine Erfahrung bestätigt, dass bench-marking nützlich ist! Aber auch, dass die Übungstypologie sich über die Zeit nicht sehr verändert.

In meiner aktiven Unterrichtszeit am GI Bonn gehörte der Einsatz von Spiel- oder Dokumentarfilmen zu meinem festen Unterrichtsrepertoire. Damit habe ich schon auf den unteren Niveaustufen begonnen, die damals noch Grundstufe 1,2 und 3 hießen. Ziel war und ist, die Einstellung der KT von „Hilfe – ich muss alles verstehen!“ zu verändern zu „Prima- ich will die wichtigsten Informationen verstehen!“ Und die Aufgabentypologie folgte dem Schema „Vorher – Während – Nachher“:

  • Vor dem Sehen und Hören stehen Übungen zur Aktivierung des Vorwissens: Assoziogramm oder Zuordnungen „unbekanntes Wort“ – „Paraphrasierung“ z.B.
  • Während des Sehens (immer in Sequenzen, auch auf den höheren Niveaustufen): Festhalten der Grundinformationen (Wer? Was? Wann? Wo?; Notieren der Themen (z.B. bei Dokumentarfilmen); bei höheren Niveaustufen Beobachtungsaufgaben und Zusammenfassung der Beobachtungen; dazu zählen auch Verfolgen sprachlicher Formen (Nominalstil etc.); auch Vermutungen über das weitere Geschehen gehören in diese Phase
  • Nach dem Hören können neben Diskussion einzelner Aspekte oder des Themas (v.a. unter dem Aspekt der Interkulturalität) auf den höheren Niveaustufen auch produktive Aufgaben treten: Weiterspinnen eines Dialogs, Sich-in-eine-der-Personen-Versetzen und aus dieser Perspektive eine Situation schildern, Handlungen in eigenen Worten wiedergeben etc.

An die Arbeit mit Spielfilmen sollte sich jeder Lehrer wagen – der positive Effekt auf die Motivation der  Lernenden ist ein wunderbarer Lohn für die Mühen der Vorbereitung!

Arbeitsmaterialien zu „Nachrichten“

Heute habe ich dem virtuellen Übungsraum des Goethe-Instituts Algerien einige Arbeitsmaterialien hinzugefügt rund ums Thema „Nachrichten“:

 

Sehen, Hören und Verstehen 

 

 

Sehen Sie die 100 Sekunden-Nachrichten des ZDF.

Sie finden sie, wenn Sie auf folgenden Link klicken:

 

Nachrichten in 100 sec

 

 

1.     Notieren Sie beim ersten Sehen die Themen

 

2.     Beim zweiten Sehen notieren Sie bitte die Grundinformationen:

 

        Wer?

        Was?

        Wann?      

        Wo?

 

3.     Wählen Sie eine Meldung aus, die Sie besonders interessiert:

 

        Notieren Sie die Schlüsselwörter

        Fassen Sie dann die Meldung mit Ihren eigenen Worten zusammen

Lesetext

Die Marke zur Euro

Die Runde muss ins Eckige (Nachrichten der ARD / 16.05.2008)

(www.dasErste.de)

Von Matthias Weber

Der Fußball im Briefkasten – Österreichs Post macht’s möglich. Sie bietet zur Euro eine Sondermarke an, die nicht nur so rund wie der EM-Fußball ist, sondern auch aus dem gleichen Material besteht.

Euro-Briefmarke und Euro-Ball

Polyurethan heißt der Stoff, aus dem fußballerische und nun auch philatelistische Träume sind. Der Kunststoff, der den Fußballern eine besonders Kontrolle und Griffigkeit bei jedem Wetter bieten soll, bereitete den Postlern erhebliche Probleme. „Das Material war außerordentlich schwierig zu bedrucken, weil es sehr elastisch und dehnbar ist“, teilte die Post AG mit. Auch das Stanzen sei komplizierter als sonst gewesen. Die Produktionskosten der Euro-Marke lagen dann auch 20 Mal so hoch wie die „normaler“ Briefmarken. „Das war unsere druck- und materialtechnisch aufwendigste Marke“, betonte Post-Manager Erich Haas.

Rund und selbstklebend

Dafür sieht das Produkt nicht nur exakt so aus wie der EM-Ball „Europass“, sondern fühlt sich auch so an, denn die spezielle Oberflächenstruktur des Fußballs wurde 1:1 auf die Briefmarke übertragen. Lediglich die unterschiedlichen Durchmesser (36 Millimeter der Marke zu den 69 Zentimetern des echten Balls) sind eklatant, was jedoch das Frankieren von Briefen deutlich erleichtert. Trotzdem ist die Euro-Marke die dickste jemals von Österreichs Post hergestellte Marke. Die Auflage der selbstklebenden Marke beträgt 490.000 Stück, seit März ist das runde Stück Euro-Geschichte an den Schaltern erhältlich.

Sammlerstück

Hinein ins Album

Mit ihrem Nennwert von 3,75 Euro ist die Marke übrigens für rein postalische Zwecke kaum verwendbar. Für diesen Betrag kann der Post-Kunde Briefe mit einem Gewicht zwischen 1.000 und 2.000 Gramm innerhalb Österreichs versenden. Oder die Euro-Marke in Kombination mit anderen Briefmarken für Pakete verwenden. Und so wird das Runde wohl eher selten auf das Eckige geklebt werden, dafür aber umso öfter im Eckigen landen – nämlich in den Alben der Briefmarken-Sammler.

 

Arbeitsblatt

 

1. Lesen Sie nur die Überschrift. Stellen Sie Vermutungen an, worum es gehen   könnte.

 

2. Lesen Sie nun den Text

 

3. Worterklärungen:  Was passt? Ordnen Sie zu

 

Beispiel:   1 + c

 

1.     philatelistisch                               a. groß

 

2.     griffig                                          b. mit viel Mühe produziert     

 

3.     erheblich                                     c. bezogen auf Briefmarken

 

4.     aufwändig                                   d. gut anzufassen

 

5.     die Oberfläche                             e. nur

 

6. lediglich                                        f. der aktuelle Wert                          

7. die Auflage                                   g. die Fläche, die einen Körper

    begrenzt

8. der Nennwert                                h. die Anzahl der produzierten

    Marken

 

 

4. Entscheiden Sie: Richtig oder Falsch?

 

  • Die Briefmarke ist aus Papier                                         R  /  F

 

  • Es war nicht schwer, die Briefmarke                              R  /  F

zu produzieren

 

  • Die Marke fühlt sich an wie ein Fußball                          R  /  F

 

  • Die Euro-Marke ist die dickste Briefmarke                     R  /  F

der österreichischen Post

 

  • Die Briefmarke kann ab 09. Juni gekauft werden           R  /  F

 

  • Man kann mit der Briefmarke auch ein                          R  /  F

Päckchen frankieren

 

  • Sie ist vor allem für Briefmarkensammler gedacht                  R  /  F

 

5. Grammatik:  Ergänzen Sie das Relativpronomen:

 

Die – das – der – deren – dessen – dem – den

 

Sie bietet eine Sondermarke an, _____so rund ist wie der Fußball.

 

Die Marke, ______  Material Polyurethan ist, war schwer zu produzieren.

 

Der Designer, ____ die Marke gestaltet hat, ist unbekannt.

 

Das Material, ______ Griffigkeit bekannt ist, eignet sich sehr für Fußbälle.

 

Ein Briefmarkenalbum ist ein Album, in ____ Briefmarken geklebt werden.

 

Das ist Jens, ____ die Briefmarke viel zu teuer ist.

 

Der Ball, ____ die Fußballspieler bei der Europameisterschaft benutzen, heißt „Europass“.

 

 

Vielen Dank!

 

 

Leider weiss ich nicht, ob ich einen Link direkt in den Übungsraum legen kann – man braucht einen Zugangsschlüssel, der in München vergeben wird. Vielleicht weiß eine von den Tutorinnen Rat?

 

 

Multimedia und Unterricht

Wie die Zeit vergeht! Schon ist auch der MMF 3 in seiner letzten Phase angelangt: Modul 3 ist eingeläutet. Und beginnt wirklich ganz nach meinem Geschmack: Aufgabe ist ein Selbstversuch mit Online-Zeitungen und den Seiten der beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Nicht nur bin ich regelmäßige Leserin der Online-Ausgaben der Süddeutschen Zeitung (seit ich denken kann, lese ich diese Tageszeitung, lange Jahr als „Zeitung zum Anfassen“, seit ich im Ausland lebe als Online-Zeitung) und von SPIEGEL-Online, ich habe Zeitungsartikel in vielen Unterrichtsstunden in Mittel- und Oberstufen (nach heutigem Sprachgebrauch auf den Niveaustufen  B 1, B 2 und C 1) didaktisiert. Und Nachrichten aus Rundfunk und Fernsehen aufgenommen und meinen Kursteilnehmern im Unterricht präsentiert. Die Didaktisierungen folgten dem Ablauf: voher – während – nachher. Zu Beginn wurde Vorwissen aktiviert zum Thema, es folgten Worterklärungen (oftmals nach dem Schema: „Was passt? Ordnen Sie zu“), während des Lesens oder Hörens gab es Übungen wie „Markieren Sie….“  je nach Lernziel (bei Lesetexten) oder „Haben Sie das gehört? Oder nicht?“ (bei Hörtexten). Das Gelesene oder Gehörte wurde zum Schluß z.B. zusammengefasst (Notizen, an Hand derer der Inhalt den anderen KT vorgestellt wurde z.B.) Ich glaube, viel anders würde ich es heute auch nicht machen. Allerdings würde ich meine Arbeitsblätter ergänzen um interaktive Elemente, z.B. Rechercheaufgaben im Internet zum Thema des Zeitungstextes bzw. der Fernseh- oder Rundfunknachricht. Das ermöglicht es den Lernern, sich eigenständig mit dem Thema auseinander zu setzen und in dieser Auseinandersetzung eigene Akzente gemäß den eigenen Interessen zu setzen. Ganz kreativ können sie dann ihre Gedanken und Meinungen präsentieren -als PPP oder als Webseite. Und für Diskussionsrunden steht ein bunter Strauß an Anregungen bereit!